Richard Branson. Photo credits: INMA/Jarle Naustvik

Meine Begegnung mit Richard Branson

Vor etwa 30 Jahren habe ich Richard Branson persönlich kennen gelernt. Er eröffnete damals einen Virgin Megastore in der Mariahilferstraße (gegenüber dem Gerngroß). Ein riesengroßer Plattenladen für alle nur denkbaren Musikrichtungen. Die Agentur, in der ich damals gearbeitet habe, betreute die Pressearbeit. Das Ziel war es, die Eröffnung zum „talk of the town“ zu machen. So wollte Richard mit einem Heißluftballon vom Heldenplatz abheben. Die Windverhältnisse ließen jedoch damals keinen Start zu. Tage zuvor kreiste bereits ein Zeppelin über der Stadt. Auch ein typisch englischer Doppeldecker-Bus aus London wurde nach Wien gebracht, um für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Seine Biographie als Schulabbrecher, der bereits mit 16 Jahren ein Musik-Label gründete, war in aller Munde. Seine Mitarbeiter mussten jung und unkonventionell sein. Sein wichtigstes gesellschaftliches Anliegen war der Kampf gegen Drogen.
Wenn Richard Branson die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtigste Stakeholder hervorhebt, so ist das durchaus glaubwürdig.

Ich bin auch der Meinung, dass die interne Kommunikation nach wie vor sehr unterschätzt wird. Aus zahlreichen Analysen im Rahmen des Corporate Communication Clusters Vienna wissen wir, dass „Emotional Appeal“ bei vielen Unternehmen der wichtigste Baustein für die Reputation ist. Und unter Emotional Appeal werden Eigenschaften wie Sympathie, Glaubwürdigkeit und Vertrauen bewertet. Der persönliche Umgang mit Kunden und Partnern ist also ein wichtiger Faktor für den Gesamteindruck jedes Unternehmens. Ein Umstand, der noch oft unterschätzt wird.

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