Was liegt hinter der Glasfassade

Shoppen am Meinungsmarkt

Will ein Unternehmen am Meinungsmarkt punkten, so wird es sich Gedanken machen, über die eigene Identität und den Umgang mit internen und externen Stakeholdern. Manchmal werde ich gefragt, was denn überhaupt der Unterschied zwischen Image und Reputation sei. Oftmals werden gerade diese beiden Begriffe synonym verwendet. Blickt man auf weitere, ähnliche Termini wie Marke, Identität, Image und Reputation ist die Verwirrung vollends. Eines gleich vorweg: alle vier haben durchaus miteinander zu tun und doch gibt es Unterschiede.

Was bedeutet Reputation?

  1. Identität: Welches Selbstverständnis hat das Unternehmen?
  2. Marke / Marken: Mit welchen Merkmalen und Versprechen differenziert sich das Unternehmen gegenüber seinen Stakeholdern?
  3. Image / Images: Wie wird das Unternehmen von einzelnen Stakeholdern wahrgenommen?
  4. Reputation: Wie wird das Unternehmen kollektiv von seinen Stakeholdern und öffentlich wahrgenommen?

Sabine Einwiller, Professorin für Public Relations Forschung an der Universität Wien , definiert Reputation so: „Unternehmensreputation ist die kollekive Wahrnehmung und Bewertung eines Unternehmens auf bestimmten Attributen, die aus dem öffentlichen und persönlichen Austausch individueller Images von einem Unternehmen resultiert“.

Attribute, die einem Unternehmen zugeschrieben werden, können sein: Die soziale Verantwortung, die das Unternehmen Mitarbeitern, Kunden oder auch der Umwelt gegenüber übernimmt. Oder die finanzielle Leistungskraft, die Geldgeber und der Finanzmarkt einem Unternehmen zuschreiben. Wie verhält sich die Firma gegenüber den Mitarbeitern, gibt es attraktive Arbeitsplätze. Wie stellt sich das Management dar, traut man ihm Visionen und eine klare und starke Führung zu. Natürlich zählen auch die Produktqualität und die angebotenen Services. Nicht zuletzt geht´s um Vertrauen und Sympathie – ein solide Basis, auch in der Geschäftswelt.

Der Produkt- und der Meinungsmarkt

Produkte und Dienstleistungen werden immer austauschbarer. Daher ist es für ein Unternehmen ganz wichtig, sich am Meinungsmarkt ein Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten. Diese individuelle DNA mit zu entwickeln und zu kommunizieren wird in Zukunft eine zentrale Aufgabe von Kommunikationsfachleuten sein.

 

 

 

 

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